Das Wohnen im denkmalgeschützten Eisenbahn-Brückenkopf schafft einen besonderen Ort hoch über dem Rhein, mit Blick auf den gegenüberliegenden Kultushafen und den Duisburger Rheinpark der Internationen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027.
Der Brückenkopf ist erhaltener Bestandteil einer frühen Rheinquerung. Die zugehörige
Eisenbahnbrücke zwischen dem rechtsrheinischen Hochfeld und dem linksrheinischen Rheinhausen wurde 1873 als eine der ersten dauerhaften Rheinquerungen des 19. Jhs. errichtet und ersetzte einen seit 1866 bestehenden Eisenbahn-Trajekt. Die wehrhaft wirkenden Brückenköpfe waren tatsächlich auf eine Verteidigung im Kriegsfall angelegt, das letzte Segment der linksrheinischen Vorlandbrücke war hierfür als Drehbrücke konzipiert. Nach einer Beschädigung der Brücke während der Ruhrbesetzung 1923 wurde 1925-27 nördlich des alten Verlaufs eine neue Eisenbahnbrücke errichtet, die bis heute in Betrieb ist. Der Brückenkopf wurde im Zweiten Weltkrieg um ein massives Betonbauteil erweitert, das zwischen beide Türme gesetzt als bunkerartiger Beobachtungsstand diente.
Für die neue Wohnnutzung wurde dieser Bunker entfernt und durch einen neuen Baukörper in Holzbauweise ersetzt, der sich zum Rhein weit öffnet. Die Räume in den beiden Türmen wurden behutsam instandgesetzt und Teil der künftigen Wohnnutzung. Historische Zeugnisse wie die Sgraffiti der belgischen Soldaten aus der Zeit der Ruhrbesetzung blieben erhalten. Die historischen Schächte zu den Sprengkammern, die bei der Baumaßnahme wiederentdeckt wurden, sind unter begehbarem Glas sichtbar.
Zur Erschließung wurde an der Landseite ein Treppenturm angefügt, der bis auf die Dachterrasse auf dem Neubauteil hinaufführt.